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Anspruchsvolle Erlebnisreisen in Neuseeland

Was bedeutet eigentlich „Luxus“?

Was bedeutet eigentlich „Luxus“?

In den letzten Jahren gab es überall auf der Welt immer wieder Diskussionen darüber, was Luxus eigentlich bedeutet. Ich habe mich an dieser Debatte (so gut wie) nicht beteiligt, weil ich selbst nicht DIE passende Antwort auf diese Frage hatte. Stattdessen musste ich mich mit seltsamen Zwischenfällen herumschlagen, zum Beispiel einer aggressiv klingenden Dame aus den USA, die mich in schnippischem Ton fragte, was denn „Ahipara Luxury Travel“ bedeute, ob das etwa hieße, wir würden ihr eine extrem hohe Rechnung stellen. 

Luxus bedeutet zunächst, genau das zu bekommen was man möchte. Ich möchte hier mit einigen Beispielen verdeutlichen, was genau Luxus für uns bei Ahipara heißen kann: 

  • Einer unserer Kunden wollte seiner Tochter gern eine tiefe Verbindung zu unserem Land ermöglichen. An einer heiligen Stätte überreichte ihr ein ganz besonderer Mensch einen speziell gesegneten und gefertigten Pounamu (Jadestein).
  • Ein bulgarischer Gast interessierte sich besonders für die Kultur der Maori und dafür, wie sie in der heutigen Zeit in Neuseeland leben. Wir luden unseren bulgarischen Lieblings-Maori, Boris Sokratov, früherer Werbe-Guru und aktuell Direktor von Maori Tourism Auckland, zu einem gemeinsamen Abendessen mit diesem Gast ein.
  • Eine Reisegruppe, die im Privatjet einflog, bat uns um die beste Unterkunft im ganzen Land oder, alternativ, um eine Übernachtung im Zelt. So ganz trauten wir uns die Sache mit dem Zelt am Ende nicht, aber eine Übernachtung in einer sehr rudimentär eingerichteten Schäferhütte kam den Erwartungen dieser Gäste sehr nah. 
  • Eine kanadische Familie wollte ihre Kinder mit einer Hobbit-Überraschung sprachlos machen. Also mieteten wir für eine Nacht ganz Hobbiton, füllten das verlassene Set mit Statisten, ließen die Special Effect-Profis von Weta Workshop kommen, sorgten für ein Hobbit-Essen, passende Musik und kümmerten uns um Make-Up und Kostüme. Die Kids wurden geschminkt und verkleidet, bekamen ein einmaliges Essen serviert und trauten die gesamte Zeit ihren Augen kaum. Das allerdings war eine etwas teurere Angelegenheit.
  • Jemand anderes fragte uns zum 50. Geburtstag nach einer Privatinsel und einem traditionellen Maori - Waka, dass Museumsstücke als Geschenke überbringen sollte.
  • Nicht immer müssen spezielle Wünsche viel kosten. Einmal fanden wir heraus, dass unsere Gäste sehr große Afrika-Liebhaber waren, aber noch nie Löwenbabies aus der Nähe gesehen hatten. An ihrem letzten Tag überraschten wir Sie mit einer kleinen Sonderexkursion und ließen sie mit der Flasche weiße Löwenbabies füttern. Sie waren glücklich bis über beide Ohren (und verdrückten auch ein paar Tränen). Sie kamen fast zu spät zu ihrer Kreuzfahrt und ich kam gerade noch um einen Strafzettel für überhöhte Geschwindigkeit herum. Die Löwenbaby-Fütterung kostete diese Gäste nichts. Aber für uns war das ein sehr kostbarer Moment.

Diese Momente sind die Motivation für unsere Arbeit und der Grund dafür, das wir lieben was wir tun - wir können einfach nicht anders.

Was diese Beispiele bedeuten? Für mich bedeuten sie, dass Luxus ein sehr persönlicher Service ist, bei dem ein umfassendes Know-How, Liebe zum Detail und beste Kontakte eine große Rolle spielen. Als ich for einigen Jahren von „Basis-Luxus“ sprach, meinte ich damit erstklassige Unterkünfte (4, 5 oder 6 Sterne), ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine ausgeklügelte Logistik und beliebte Aktivitäten. Bis heute sind das die Basics geblieben, die meisten Gäste fragen zunächst genau das an. 

Es gibt in meinen Augen aber einen neuen Standard für Luxusreisen, den wir seit über zwölf Jahren herumposaunen: Die Gabe, eine Reise durch Neuseeland so passgenau und intelligent auf einen oder mehrere Gäste zuzuschneiden, das eine bisher nicht gekannte Erfahrung entsteht.

Selbst die unheilbar Uninspirierten unter unseren Gästen sagen nach einer Reise mit Ahipara, dass sie eine „gute Zeit“ hatten und danken uns für einen „guten Service“. Also scheinen wir irgendetwas richtig zu machen. 

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